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TOP 3 Essentials zur Finanzierung für Start Ups

Es gibt noch so viel zu lernen…

Gehe ich zu einem „Online-Marketing & Gründer Story“ Seminar oder doch lieber zu „Star Up Essential Finanzierung“ – Was hättest du gewählt?

Genau – bloß nix mit Finanzierung oder? Ein so trockenes und wehleidiges Thema… zumindest in meinen Augen. Die Welt dreht sich ums Geld. Punkt. Als gäbe es nix anderes 🙄

Ich lebe ganz nach dem Motto: „Lieber arm und glücklich, als reich und unglücklich.“ Dennoch müssen wir ja von irgendetwas leben, oder?

Meine besondere Herausforderung besteht zurzeit darin, mein Start Up zu finanzieren und gleichzeitig Miete zu bezahlen. Natürlich habe ich keine 10.000 Euro Startkapital mal ebenso in der Hinterhand. Jonas und ich sind froh, dass wir seit dem Umzug nach Hamburg wenigstens knappe 3.000 Euro zurückgelegt haben – die im Übrigen ursprünglich für Urlaub verplant waren. Tja, Pustekuchen! Wir haben Größeres vor 😄Warum ich mich für diesen Weg entschieden habe, kannst du gerne in „How it all began“ nachlesen.

Ein Start Up steht und fällt mit der Finanzierung!

Schon jetzt kommen und kamen die ersten größeren Kostenpunkte auf uns zu:

  1. Markenschutz: 290 Euro
  2. Prototyp 1: 660 Euro
  3. Computer: 550 Euro
  4. Gewerbeanmeldung; 443 Euro + Stammkapital
  5. Startkapital: ?? Euro
  6. Verarbeitungskosten: ?? Euro
  7. Etc….

Und das ist nur der Anfang – Erst nach mehreren Testphasen kommt es zur echten Produktion. Bis dahin sind wir bereits pleite 🤣 Aus diesem Grund, muss man sich schon zu Beginn mit dem Thema Geld bzw. FINANZIERUNG intensivst beschäftigen.

Es muss einfach einen Weg geben. Es haben auch andere vor uns geschafft! 

Wo kommt das Geld eigentlich her?

1. Bank

Offensichtlich oder? Die erste Anlaufstelle für einen Kredit. Die meisten von uns gehen den bequemen Weg: Zur Hausbank. “ Ich bin jahrelanger Kunde, deshalb gehe ich zu meiner Sparkasse und die werden mich schon vernünftig beraten…“ Eben nicht. Falsch gedacht! Wusstet ihr, dass es über 1850 Banken gibt? Erkundigt euch über gute Angebote und fallt bitte nicht auf ein Sparkonto mit einem Zinssatz von 0,01 % rein – Das ist unverschämt und HIER könnt ihr das sogar schwarz auf weiß nachlesen!

2. Versicherung

Eine gute Versicherung ist Pflicht! Mit der richtigen Versicherung kannst du genauso gut Geld sparen. Deine Hausbank wird eine passende empfehlen, jedoch nur, weil sie Kooperationen führen und nicht weil das Angebot unschlagbar ist – Deshalb ist in diesem Fall auch Recherche angesagt.

3. Bausparkasse

Weißt du wofür eine Bausparkasse gut ist? Ich hatte bis vor kurzem noch gedacht, dass eine Bausparkasse ausschließlich bei einem Hausbau relevant sein kann. Im ursprünglichen Sinne war es so. Mittlerweile kannst du dadurch steuerliche Vorteile rausholen. Nicht für jedermann interessant, aber es lohnt sich diesbezüglich Recherche zu betreiben.

4. Wertpapiere

Okay – Ist auf jeden Fall eine Option an Geld zu kommen, jedoch kann ich dir zu diesem Punkt ehrlich gesagt weniger Auskunft geben. Bei dem Thema bin ich raus… Ist für das Start Up auch kein relevantes Thema – zumindest nicht in der ersten Phase. 

5. Immobilien

Eine wunderbare Kapitalanlage. Nicht für ein Start Up in der Startphase, aber als Privatperson eine tolle Rentenversicherung 😉 Hast du schon vom Anspruch auf vermögenswirksame Leistungen gehört? Dein Arbeitgeber kann dir als Mitarbeiter freiwillig vermögenswirksame Leistungen als Bonus zum Monatslohn bezahlen. Als Anlageformen eignen sich sowohl der klassische Bausparvertrag als auch Betriebs- und Riesterrenten, eine Lebensversicherung oder Fonds. Hinter dem Zungenbrecher verbirgt sich eine wahre Geldanlage. Lass dir das geschenkte Geld nicht durch die Lappen gehen – Hier erfährst du mehr zu dem Thema.

🏠Im Endeffekt haben alle diese Geldanlagen eine regulierende Institution: Den Staat bzw. das Finanzamt. 🏠

💵💵Deshalb liegt der Trick darin, dein zu versteuerndes Einkommen zu minimieren – Egal ob als Start Up oder Privatperson! 💵💵

Das ist einer der Tipps, die ich aus diesem Seminar mitgenommen habe. Das klingt irgendwie nicht neu oder? Ist es natürlich auch nicht… Es ist nicht leicht. Genau dafür sollte man sich daher Hilfe holen – und bitte nicht bei der Hausbank 😉 Hier sind die wichtigsten Punkte, die du zu Beginn deines Start Ups bedenken solltest:

Ein grüner Sparfrosch mit Krine, der auf einem 50 Euro Schein sitzt.

TOP 3 ESSENTIALS

1. Eine gute Buchhaltung!

Deine Buchhaltung ist alles! Wirklich alles!

Wenn du es von Anfang an vernünftig machst, dann musst du niemals Angst vor bösen Überraschungen haben. Für viele Jungunternehmer ist diese Aufgabe das Grauen. Ich gebe zu – es ist bestimmt nicht der spaßigste Teil der Selbstständigkeit, aber ein sehr wichtiger.

Wenn du deine Buchhaltung im Griff hast, hast du auch dein Unternehmen im Griff. Eine ordentlich geführte Buchführung informiert dich über den Stand deines Unternehmens und der finanziellen Situation. Das Finanzamt verlangt von dir alle Zahlen sowie die Auskunft dazu, wie diese zustande kommen. Sind Fehler vorhanden kann es zu Steuernachzahlungen kommen – und glaube mir… das wollen wir nicht :). Das Finanzamt kann die fehlenden Zahlen schätzten – und das kann teuer werden!

Das papierlose Büro

Auf dem ersten Blick scheint die Buchhaltung unheimlich kompliziert, dabei gibt es mittlerweile Unmengen an Tools, die dir das Leben leichter machen. In der Cloud kommt man dem Traum eines papierlosen Büros sehr nahe. Getestet habe ich noch keins und leider sind die Tools mit Kosten verbunden. Ich werde jetzt mit LEXOFFICE arbeiten, da das Tool in vielen Start Up Magazinen empfohlen wird. In den meisten Fällen bekommt man eine Probezeit gratis – für Start Ups natürlich super 🙂

2. Ein guter Steuerberater

Für Start Ups stellt sich häufig das Problem, einen guten Steuerberater zu finden. Aus der Not heraus und aus Unwissen wird häufig der „erstbeste“ genommen, nur leider ist nicht jeder Steuerberater der beste Ansprechpartner für dein Unternehmen. Also Obacht bei der Wahl 🙂

Augen auf beim Steuerberater-Kauf

Steuern sind ein komplexes Thema, womit man als Unternehmer erfahrungsgemäß wenig bis gaaar nichts zu tun haben möchte. Leider gehören die Honorare für den Steuerberater zu den kostenintensiven Betriebsausgaben, die Investition lohnt sich aber! Ein guter Steuerberater entlastet dich nicht nur zeitlich, sondern entdeckt Fehler bzw. ungenutzte finanzielle Chancen in deinem Finanzmanagement und bietet dir bestenfalls Vorschläge zur Verbesserung an. Er informiert dich laufend über neue Steuersparmöglichkeiten und steuerliche Gesetzesänderungen.

3. Ein Finanzberater

Wenn du dich mit einem Start Up selbstständig machst, tauchen bei der Businessplanung auch eine Reihe finanzieller Fragen auf:

  • Welche Versicherungen brauche ich als Existenzgründer?
  • Wie soll ich mich krankenversichern – gesetzlich oder privat?
  • Wie und wann regle ich meine Altersvorsorge?
  • Liquiditäts- und Rentabilitätsplanung

Jedes Start Up ist anders und so auch die Art wie es finanziert werden sollte. Gerade wenn du dich als Gründer nicht sonderlich gut auskennst, ist es empfehlenswert den Rat eines Experten einzuholen. Du solltest bedenken, dass in der Finanzierung auch ein hohes Risiko steckt. 

Um prekäre Situationen zu vermeiden, solltest du als Gründer abwägen, ob die Kosten für eine Start Up Finanzberatung vielleicht nicht doch eine lohnenswerte Investition sein könnten. Es gibt viele verschiedene Tricks & Hacks, die dir Vorteile verschaffen können, jedoch macht dich niemand (außer ein guter Berater) freiwillig darauf aufmerksam. Ob es ein Finanzberater oder Vermögensberater ist – Up to you! Hier findest du einige Informationen über die Leistungen der OVB, dessen Seminar ich besucht hatte.

FAZIT

Mit einer ordentlichen Buchhaltung, einem ausgesprochen guten Steuer-und Vermögensberater – und viel Leidenschaft – hast du die Essentials für eine gute finanzielle Basis. Prinzipiell kannst du diese Aufgaben zu Beginn auch selber machen und dir bei Freunden und Familie Tipps einholen. Es ist dennoch ratsam sich hier früh um eine vernünftige Beratung zu kümmern. Irgendwann wächst dir das Thema über den Kopf – und dann !!!Päng!!!, bist du kurz davor zu explodieren 💵💣

Ein Start Up bedeutet viel Verantwortung und viel Spiel mit dem Geld. Pass auf, dass du dich damit nicht kaputt spielst 🙂 Fang deshalb früh an, dich mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Ich bin super happy, dass mich Jonas zu dem Seminar mitgeschleppt hat. Mir wurde nochmal bewusst, was für ein großes Thema die Finanzierung eines Unternehmens ist. Privat ist das auch schon kein Zuckerschlecken, oder? 🙂

Auf der Suche nach Finanzierungshilfen stößt man immer auf Kredite, Crowdfundings etc. JA! Unbedingt – aber das sind ja nur die kurzfristigen Finanzierungsspritzen. Die drei Essentials werden dir langfristig einen Überblick verschaffen, sodass du dein Vermögen, deinen Umsatz und deinen Gewinn immer im Blick hast 🙂

Authentic, Active and passionate! I love to spend time outside, especially with my lovely dog Barney. I try to eat healthy, stay healthy and live healthy - I try my best :-)

6 Kommentare

  • Katherine Fischer

    Ein Freund von mir gründet ein Start-up und sucht nach einem Steuerberater. Das stimmt, dass man einen Steuerberater finden soll, der gute Vorschläge und Verbesserungen bieten kann. Das macht eine richtig gute Investition. Ich werde ihm diesen Beitrag schicken.

    • Justine Kaczenski

      Hi Katherine,
      cool, dass dein Freund auch ein Startup gründet. Man stößt auf eine Menge Herausforderungen und lernt auf jeden Fall nie aus 🙂 Viel Erfolg bei der Suche nach einem guten Steuerberater – das haben wir auch noch vor uns.

      Danke fürs Teilen! Wenn ich irgendwie Unterstützen kann, dann schreib mir gerne!

      Liebste Grüße
      Jussi

  • Joachim Hussing

    Vielen Dank für den Hinweis, dass die Beauftragung eines Steuerberaters zwar teuer sein kann, sich die Investition aber lohnt. Ich habe einen Freund, der vor kurzem beschlossen hat, Unternehmer zu werden, und er fängt gerade erst an. Ich werde ihm sagen, dass er darüber nachdenken sollte, einen Steuerberater zu engagieren, weil ich glaube, dass ihm das wirklich helfen würde.

  • Helena

    Ich denke auch, dass die Buchhaltung im Griff sein soll, weil man damit auch viel Zeit und Geld in der Zukunft spart. Ich gründe auch ein Srart-Up, wobei ich merke, dass ich einen Steuerberater brauche, weil es entstehen immer mehr Fragen bei mir bezüglich Steuerausgaben. Danke für deine Tipps für junge Unternehmer!

    • Justine Kaczenski

      Wie spannend! Ja, die Buchhaltung ist immer ein großes Thema und super wichtig. Ich wünsche dir ganz viel Erfolg mit deinem Start Up 🙂 Schreib mir gerne auf Instagram – ich bin neugierig, was du schönes startest 🙂

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